Überwindung der Herausforderungen bei der Remote-Risikobewertung für Gewerbe- und Industrieobjekte

Remote Risk Assessment
Remote Risk Assessment

Überwindung der Herausforderungen bei der Remote-Risikobewertung für Gewerbe- und Industrieobjekte

Industrie: Versicherung
Tags: #InsuranceTech #ClaimsAutomation #DigitalTransformation #FieldService

Optimierung der Erfassung von Risikodaten ohne Vor-Ort-Besuche

Makler und Versicherer stehen bei der Risikobewertung von Gewerbe- und Industrieimmobilien häufig vor derselben Herausforderung: verlässliche Daten vor Ort zu erfassen, ohne physisch Personal zu jedem Standort entsenden zu müssen. Insbesondere große Gewerbeparks und Industrieareale bringen besondere Hürden mit sich – etwa unvollständige Adressdaten, ungenaue Geolokalisierungsinformationen oder Inkonsistenzen in Drittanbieterdaten. Diese Faktoren erschweren es, einzelne Gebäude eindeutig zu lokalisieren und die für eine fundierte Risikobewertung erforderlichen Daten zu erfassen – vor allem bei der Verwaltung globaler Portfolios.

Warum ist das eine Herausforderung?

Das richtige Gebäude zu lokalisieren ist nicht immer einfach

Eine der zentralen Herausforderungen bei der Remote-Risikobewertung besteht darin, exakte Gebäude innerhalb großer Gewerbe- oder Industrieareale eindeutig zu identifizieren. Eine Adresse führt oft nur zum allgemeinen Gelände, nicht jedoch zu einem konkreten Gebäude oder einer bestimmten Einheit. Besonders komplex wird dies bei globalen Portfolios, da Drittanbieterdienste für Gebäude- und Flurstücksdaten häufig nur eine begrenzte geografische Abdeckung haben und detaillierte Informationen meist nur für ausgewählte Regionen liefern.

Für Makler und Versicherer, die Risiken ganzheitlich bewerten möchten, erschwert diese fehlende Präzision fundierte Entscheidungen erheblich.

Das Ziel: Aussagekräftige Risikoinformationen aus der Ferne erfassen

Self-Service-Workflows als Ausgangspunkt

Um eine fundierte Risikobewertung und wirksame Maßnahmen zur Risikominderung zu ermöglichen, ist es entscheidend, für jedes Gebäude einen belastbaren Datensatz zu erfassen – ohne auf kostenintensive Vor-Ort-Inspektionen angewiesen zu sein. Ziel ist es, die richtigen Informationen remote zu sammeln, sodass Makler und Versicherer Risiken pro Objekt präziser einschätzen können. Dieser Ansatz spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern stellt auch eine konsistente und zuverlässige Datenerhebung für globale Aktivitäten sicher.

Klein anfangen, groß denken

Der Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderung liegt in klar definierten Zielen. Beginnen Sie mit einem schlanken Ansatz, indem Sie sich zunächst auf die wesentlichen Datenpunkte konzentrieren, und erweitern Sie diesen schrittweise mit zunehmender Reife des Systems. So kann die initiale Datenerfassung beispielsweise über einen einfachen Self-Service-Workflow erfolgen, bei dem eine bereits vor Ort befindliche Person – etwa ein Facility Manager oder Mitarbeiter – mit dem Smartphone zentrale Informationen erfasst. Dazu gehören beispielsweise Geolokalisierungsdaten des Gebäudes, einige Außenaufnahmen sowie grundlegende Angaben zur Gebäudestruktur.

Geolokalisierung, Karten und Bildmaterial gezielt nutzen

Eine der effektivsten Möglichkeiten, die Genauigkeit der Remote-Datenerfassung zu erhöhen, ist die Integration von Geolokalisierungs- und Kartentools. Sobald eine Person vor Ort Standortinformationen bereitstellt, kann das System Längen- und Breitengrade automatisch mithilfe von Hintergrundkarten und Satellitenbildern korrigieren und validieren. So wird sichergestellt, dass tatsächlich das richtige Gebäude bewertet wird – selbst dann, wenn Adressdaten unvollständig oder fehlerhaft sind. Durch die visuelle Abgrenzung des Gebäudes auf der Karte können Versicherer Risikobewertungen mit deutlich mehr Sicherheit vornehmen.

Description

Visuelle Workflows und maßgeschneiderte Inspektionsskripte sorgen dabei für Konsistenz und Compliance – unabhängig davon, wer die Inspektion durchführt.

Die Grundlage für intelligentere Risikodaten schaffen

Datenerfassung durch Drittquellen erweitern

Wo verfügbar, können auch externe Gebäude- und Flurstücksdaten in den Workflow integriert werden, um Informationslücken zu schließen und die Datenqualität weiter zu verbessern. Diese externen Datenquellen liefern zusätzlichen Kontext, etwa zu Gebäudeabmessungen, Baumaterialien oder der bisherigen Nutzung – Aspekte, die für eine fundierte Risikoanalyse von großer Bedeutung sein können.

Durch die Kombination mehrerer Datenquellen steigen Genauigkeit und Vollständigkeit der Risikobewertungen, was Versicherern fundiertere Entscheidungsgrundlagen bietet.

Besseres Risikomanagement durch kontinuierliche Datenaktualisierung

Mit zunehmender Reife des Prozesses ist es wichtig, die initiale Datenerfassung kontinuierlich auszubauen – etwa durch jährliche Ergänzungen neuer Informationen. Digitale Workflows, die es vor Ort befindlichen Personen leicht machen, aktualisierte Daten bereitzustellen, ermöglichen den stetigen Ausbau der Risikodatenbank. Funktionen wie Dropdown-Menüs zur Auswahl relevanter Antworten, automatisierte Geolokalisierung, das Hochladen von Fotos oder auch OCR (Optical Character Recognition) zur Extraktion von Informationen aus Geräten oder Typenschildern vereinfachen diesen Prozess erheblich.

Im Laufe der Zeit erlaubt dieser iterative Ansatz eine immer detailliertere und umfassendere Datenerfassung pro Standort, reduziert den Bedarf an wiederholten Vor-Ort-Besuchen und verbessert das Risikomanagement nachhaltig.

Lernen und Anpassen für die Zukunft

Kein Standort gleicht dem anderen – ebenso wenig wie die Anforderungen an die Risikobewertung. Durch kontinuierliche Datenerfassung und das Lernen aus erfolgreichen wie weniger erfolgreichen Ansätzen können Versicherer ihre Vorgehensweise flexibel an neue Standorte oder zukünftige Datenerhebungsrunden an bestehenden Objekten anpassen.

Dieses anpassungsfähige Modell stellt sicher, dass der Datenerfassungsprozess effizient, skalierbar und relevant bleibt – unabhängig davon, wie global oder komplex das Portfolio ist.

DLEGATE – Ihr Partner für die digitale Transformation

DLEGATE unterstützt Versicherer und Makler dabei, komplexe Herausforderungen wie die Remote-Risikobewertung in überschaubare Schritte zu zerlegen. Wir helfen unseren Kunden, klein zu starten – mit einfachen Workflows zur Erfassung kritischer Datenpunkte – und diese schrittweise zu erweitern. Ob Integration von Geolokalisierung, Drittanbieterdaten oder automatisierten Workflows: DLEGATE begleitet Sie als Partner auf Ihrem Weg der digitalen Transformation – reibungslos, skalierbar und passgenau auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten.

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